Worauf Sie achten müssen, wenn Sie Ihren Computer zusammenstellen

Worauf Sie achten müssen, wenn Sie Ihren Computer zusammenstellen

Möchte man sich selbst einen Computer zusammenstellen, kann man viel falsch machen. robinsonslist.de bietet hier einen kleinen Ratgeber, der einen Überblick darüber gibt, welche Komponenten für wen sinnvoll sind.

Das Herzstück beim Computer zusammenstellen: Das Mainboard und der Prozessor

Begonnen wird mit der Auswahl des Mainboards und des Prozessors. Schon hier sollte man wissen, was man mit seinem Computer einmal anstellen möchte. Ob Gaming-PC oder Office-PC, ein Computer zur Grafikbearbeitung oder ein Mutimedia-PC, der Verwendungszweck sollte klar sein. Benötigt man einen leistungsfähigen PC für Gaming oder professionelle Anwendungen, empfiehlt es sich ein Mainboard zu wählen, das viel Platz bietet. Denn eine moderne Grafikkarte bedeckt beispielsweise gerne zwei PCI-Steckplätze – möchte man zusätzlich eine TV-Karte nutzen, braucht man also noch einen PCI-Steckplatz. Gleiches gilt für den Lüfter, der je nach Leistung des Prozessors auch mal größer ausfallen kann.

Was hat man mit dem Computer vor?

Auch beim Prozessor sollte man an den späteren Verwendungszweck denken: Nutzt man den PC nur als Office-Station kann man getrost auf einen Intel Core i3-Prozessor der aktuellen Ivy Bridge-Baureihe zurückgreifen. Für Gamer empfiehlt es sich noch eine Weile zu warten, bevor sie ihren Computer zusammenstellen, bis die neuen Haswell-CPU’s aus dem Hause Intel im Computer Shop verfügbar sind, die stromsparender und leistungsstärker sind. Dabei sollten Gamer entweder auf die Intel Core i5- oder Intel Core-i7-Prozessoren setzen, da diese mittels TurboBoost ihre Taktzahl extrem erhöhen können.

Computer zusammenstellen: Die richtige Grafikkarte

computer zusammenstellen platine

Möchte man einen Computer zusammenstellen, sollte man sich vorab informieren. (c) Jürgen Acker / pixelio.de

Wie vom Prozessor und vom Mainboard gewohnt, sollte man sich auch bei der Wahl der richtigen Grafikkarte fragen: „Was habe ich mit dem Computer vor?“ – gerade bei der Grafikarte kann man beim Computer zusammenstellen viel Geld für etwas ausgeben, was man gar nicht braucht. Für die meisten Gamer empfiehlt es sich noch nicht einmal die teuerste Karte auf dem Markt zu kaufen, da aktuelle und zukünftige Spiele auch meist mit Karten unter 250 Euro problemlos und ruckelfrei auf der höchsten Auflösungsstufe laufen. Nur für aufwendige Grafik- und 3D-Programme zahlt sich eine Karte über 500 Euro wirklich aus.
Wer sich seinen PC nur als Multimedia-Center nutzt, braucht gar keine zusätzliche Grafikkarte, da bereits in allen neueren Intel-Prozessoren eine sehr gute Grafikeinheit integriert ist, die sogar für das ein oder andere 3D-Spiel vollkommen ausreicht.

Die richtige Speicherwahl

Neues Bauteil, alte Frage. Nutzt man den Computer nur für Office-Aufgaben reicht eine kleine Festplatte mit 500 Gigabyte Speicherplatz und ein vier Gigabyte Arbeitsspeicher, der mit 1333 Megahertz taktet.
Gerade für ein Gaming-System empfiehlt sich der Einbau einer SSD, auf der Betriebssystem und häufig genutzte Programme abgespeichert werden. Dadurch wird das komplette System erheblich beschleunigt. Für größere Dateien wie Videos und Musikbibliotheken kann man einfach eine zusätzlich HDD-Festplatte einbauen. Den Speicherplatz der Platte sollte man nach den eigenen Bedürfnissen ausrichten.

Wie groß muss der Arbeitsspeicher sein?

Die Wahl des Arbeitsspeichers ist etwas komplizierter. Hier sollte man auf ein Speichermodul setzen, dass mit 1600 Megahertz taktet. Die Größe hängt ebenfalls von den eigenen Ansprüchen ab. Für die meisten Games sollte ein acht Gigabyte Speicher reichen, deutlich schneller läuft das System aber sicherlich mit einem zwölf Gigabyte oder gar 16 Gigabyte Arbeitsspeicher.

Wichtig beim Computer zusammenstellen: Anschlüsse nicht vergessen!

Eine Sache, die man beim Computer zusammenstellen immer beachten sollte ist die Zahl der Anschlüsse. Die geht meist Hand in Hand mit der Wahl des Mainboards, da die meisten Anschlüsse fest am Mainboard verbaut sind und sich im Nachhinein nicht mehr großartig verändern lassen. Bedenken sollte man, dass man mindestens vier USB-Ports hat, bestenfalls die neuen USB 3.0-Anschlüsse, sowie Verbindungen für das Display. Für Office-Computer reicht ein VGA-Port, Gamer sollten mindestens einen HDMI-, wenn nicht sogar eine DVI-Schnittstelle am Computer haben. Zu viele Anschlüsse sind aber sicherlich auch nicht ratsam, da sonst ein Kabelsalat entsteht, den man nur mit flexiblen Schläuchen entwirren kann – User mit tausenden Kabeln im und am PC können ein Lied davon singen.
Nicht vergessen werden dürfen auch die drahtlosen Schnittstellen wie Bluetooth 4.0 – falls es gebraucht wird – und WLAN, was den WLAN-Stick erübrigt.

Der Rest vom Schützenfest

Übrig bleiben beim Computer zusammenstellen nur noch wenige Puzzlestücke:

  • das richtige Gehäuse: Beim Gehäuse sollte beachtet werden, dass die ganze Technik dort hineinpasst, ansonsten kann man sich bei der Gehäusefrage austoben, wie man möchte.
  • der Lüfter:Beim Lüfter gilt dasselbe, man sollte nur darauf achten, dass der Lüfter genug Kühlung für den Prozessor bringt, sosnt droht der Kollaps.
  • das richtige Netzteil: Beim Netzteil ist wichtig, dass es genug Strom für alle Bauteile zur Verfügung stellt. Hier gilt die Faustregel: Je leistungshungriger die Bauteile, desto höher muss die Wattzahl des Netzteils sein.
  • ein passendes DVD-Laufwerk: Gute DVD-Laufwerke gibt es wie Sand am Meer, allerdings wäre ein Blu Ray-Laufwerk sicherlich eine lohnenswerte Investition in die Zukunft. Gerade für den Multimedia-PC empfiehlt sich solch ein Laufwerk, um auch hochauflösende Filme abspielen zu können.

Das wären alle Kriterien, auf die man ein Auge werfen sollte, dann kann beim Computer zusammenstellen nichts mehr schief laufen. Die Leistung seiner Eigenkreation kann man dann mit einem PC Speedtest ermitteln.

3 Kommentare

  1. Kevin
    Okt 14, 2013

    Leider muss ich Wiedersprechen, das System läuft bei mehr als 8GB Arbeitsspeicher nicht merklich schneller, man kann theoretisch blos mehr paralell machen 🙂
    Aber zukunfssicher ist es auf jeden Fall 😉

  2. Lena
    Aug 31, 2016

    Ich bin ratlos
    Meinem neu gebauten PC dürfte nichts fehlen, aber. Er schaltet sich nach einigen Sekunden aus – uns das war’s.

    Das einzige, was nicht möglich war ist die Erdung beim Komputeraufbau??????

    Ich brauche dringend ein fachliche Rat!!!!!,

    An welcher Teil des Komputers kann es liegen?????.

    Was mache ich jetzt – für einen weiteren fertigen PC ist bei mir kein Geld mehr übrig

  3. Ines O.
    Dez 28, 2016

    Hallo,
    erstmal vielen Dank für den ausführlichen Bericht. Hat mir in jedem Fall weitergeholfen. Besonders hat mir gefallen, dass du die Thematik der Speicher sehr genau beleuchtet hast, das machen nicht viele.
    Und ich wollte nochmal fragen, welche Schriftart das ist, die ist sehr angenehm zu lesen.
    LG

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