Industrie-PC vs. Home Edition

Industrie-PC vs. Home Edition

PC-Systeme sind in der digitalen Zeit zum Standard geworden. Doch es gibt für viele Bereiche durchaus verschiedene Arten von Computern. In diesem Text geht es um die Unterscheidung des Industrie PC und des Home PC. PC-Systeme lassen sich individuell konfigurieren – sei es nun ein praktischer Industrie PC, der dem Arbeiter anstrengende Arbeitsschritte abnimmt oder die unterhaltsame Home Edition, dem Multimedia-Paket für zu Hause – jedem Computer liegt dieselbe Architektur als Basis zu Grunde, auf der das System individuell und den Anforderungen entsprechend aufgebaut werden kann.

Industrie PC

Industrie PC steuert einen Roboterarm

Industrie PCs sind zumeist sehr komplex gestaltet und vernetzt (c) Dieter Poschmann / pixelio.de

Industrie PCs sind von der Ausstattung vielfältiger und komplexer als Home Editions, denn ein Industrie PC muss ganz anderen Anforderungen als denen im Alltag gerecht werden. Meist haben sie branchenspezifische Soft- und Hardware installiert. Als Hardware kommen oft Komponenten zum Einsatz die speziell für den betreffenden Einsatzbereich entwickelt werden, wie z.B. Roboterarme oder Scanner. Auf der Softwareebene wiederum werden Eigenentwicklungen installiert, die individuell für die jeweilige Hardware programmiert werden. Industrie PCs werden nur von speziell geschultem Personal bedient und müssen regelmäßig gewartet werden, um eine sichere Funktionsweise zu garantieren. Vor allem die deutsche Industrie ist seit Jahrzehnten stark im Wandel und ist Vorreiter bei der Automatisierung von Arbeitsabläufen – dies fördert die Produktivität und (internationale) Wettbewerbsfähigkeit. Dies wird vor allem auch durch die Politik stark gefördert.

Durch die individuelle und zumeist deutlich speziellere und komplexere Hard-sowie Software, sind Industrie-PCs zumeist deutlich teurer als Home Editions. Die Preise für Industriesysteme gehen im vierstelligen Bereich los und sind nach oben hin offen.

Home Edition

Die allgemeinen Anforderungen an Home Editions ähneln sich stark. Es handelt sich zumeist entweder um Desktop PCs mit einem Bildschirm und einen separaten Rechner oder einen Laptop, der beides bereits in einem gerät vereint. Im Rechner selbst sollten eine große Festplatte in Form einer HDD oder auch auf Basis von Flash Memory, ein optisches Laufwerk, USB-Schnittstellen und evt. Schnittstellen für Audio und Videoübertragung vorhanden sein. Zusätzlich verarbeitet ein Prozessor die anfallenden Daten. Weiterhin ist, insbesondere für Gamer, eine aktuelle und leistungsstarke Grafikkarte wichtig, sowie ein Arbeitsspeicher mit mindestens 8 GB – der Arbeitsspeicher dient dem Prozessor als schnelle, kurzfristige Ablagefläche von Datenmengen. Für den Normaluser, die den PC nur für Heimarbeit oder zum Surfen gebrauchen, reicht auch eine OnBoard-Grafik, ohne eigenen Speicher und ein Arbeitsspeicher mit 4 GB.

Als Software dient meistens eines der Betriebssysteme von Microsoft, Linux oder Apple. Dabei kann auch aus verschiedenen Versionen gewählt werden: Home Edition, Business Edition oder Professional Edition. Wichtig ist auch die Bit-Version: Es gibt 32 oder 64 Bit Betriebssysteme. Bis 3 GB Arbeitsspeicher kann man die 32 bit Systeme nutzen, wer mehr hat sollte ein 64 bit System installieren, da erst dieses höhere Arbeitsspeichermengen unterstützt. Home Edition PCs lassen sich im Einzelhandel oder Internet kaufen. Die Preise schwanken je nach Ausstattung und Marke im drei- bis vierstelligen Bereich.

2 Kommentare

  1. Thomas A.
    Apr 11, 2013

    Hallo,
    ich habe beruflich mit den Industrie PCs zu tun und hatte das Glück, die Entwicklung seit knapp zwei Jahrzehnten mitverfolgen zu können. Die Produktivität in Bezug auf Erledigte Arbeit pro Stunde ist dabei deutlich gestiegen.

    Diese Entwicklung hat zwar durchaus seine Vor- und Nachteile, soll hier jetzt aber nicht diskutiert werden.
    Auf jeden Fall ein interessanter Artikel zum Thema!

    Thomas

  2. Alexander K.
    Apr 14, 2016

    Hallo,

    zwei wichtige Punkte zum Thema Industrie-PC fehlen. Die Industrie-PCs haben eine deutlich längere Verfügbarkeit als die Consumer-PCs, es sind immer noch Systeme mit x86 Prozessoren erhältlich und die Industrie-PCs sind vom Aufbau her viel robuster. Die meisten haben einen Arbeitstemperaturbereich von -10 bis 60 °C und sind Shock- und Vibrationsunanfällig. Was den Punkt Wartung angeht hat sich auch viel getan, die meisten Industrie-PCs sind lüfterlos aufgebaut und mit SSD bestückt, dadurch gibt es keine rotierenden Teile.

    Alexander

Kommentar absenden

Deine E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht. Erforderliche Felder sind mit * markiert.