Daisy Chain

Daisy Chain

Eine Daisy Chain ist ein Kette aus Gänseblümchen. Das Gänseblümchen steht hierbei für ein IT-Gerät, welches durch einen Ein- und einen Ausgang mit einem weiteren IT-Gerät verbunden ist. Der Ein- und Ausgang muss keine spezifischen Requirements, also Anforderungen erfüllen. Viele externe IT-Endgeräte haben keinen Ausgang, sondern nur einen Eingang.

Daisy Chain – Was Gänseblümchen mit Elektrotechnik gemeinsam haben

Die erste Komponente einer Daisy Chain ist hierbei direkt mit einer Rechenanlage verbunden. Die weiteren Komponenten sind nun jeweils mit ihren Vorgängern verbunden, getreu dem Reihenschaltungsprinzip, wie in etwa bei einer Viezlzahl auch neuer Anschlüsse vorzufinden. Zum Beispiel basiert die neue Datenübertragungsschnittstelle Thunderbolt auf Daisy Chain Funktionsweisen. Aufgrund seiner Einfachheit und des Schaltungsprinzips, wird diese Art der Verbindung von Hardware-Komponenten Daisy Chain genannt.

Die Funktionsweise der Daisy Chain

Funktional und einfach. Für USB-Geräte gibt es diese Idee schon seit der Einführung der Schnittstelle. Der Vorteil ist, dass sich die Stecker und Kabel verteilen. Der Nachteil ist, dass durch Ausfall eines Gerätes der Ring offen wird. Die Kette braucht keinesfalls wie bei einer Gänseblümchenkette, die wie ein Diadem auf den Kopf gelegt wird, geschlossen zu sein. Beim Ausfall eines Gerätes in einer offenen Daisy Chain, geht die Erreichbarkeit der in der Kette dahinterliegenden IT-Geräte verloren.

Daisy Chain Prinzip - Nicht immer von Vorteil

Bei bestimmten Netzwerken ist das Daisy Chain Prinzip unvorteilhaft (c) Klicker / pixelio.de

Bei Netzwerken unterscheidet man zwischen stern- oder ringförmigen Netzwerken. Der Zerlegungssatz besagt, das jedes Netzwerk in stern- oder ringförmige Netze zerlegbar ist. In einem Netzwerk kann die Gänseblümchenkette ein Prinzip zur Vergabe des Senderechtes von Informationen sein. Es ist so angelegt, dass die Komponente, welche am meisten Informationen zu bearbeiten hat, auch priorisiert wird und zeitweilig einen wichtigeren Status erlangt, als die anderen Komponenten der Daisy Chain. Diese Priorisierung wechselt sofort, wenn die Höhe der Informationssumme wechselt – also eine andere Komponente ein Mehr an Informationen durch das Kabel schleusen muss. Auf diese Weise „kontrolliert“ immer die auslastendste Komponente das Netzwerk. Zu vergleichen wie mit einer Wiese: Gänseblümchen blühen auf einer Wiese nur kurze Zeit. Aber wenn sie blühen, ist die Wiese nahezu weiß. Doch schnell wächst das Gras höher als die Gänseblümchen und die Wiese wird wieder grün.

Daisy Chain – Aktuell

Das Prinzip der Daisy Chain ist konträr zu dem des Token-Passings. Das Token-Passing bezeichnet ein Medienzugriffsverfahren in Rechnernetzen. Das Token dient dabei als Beförderungsmittel von Datenpaketen in Netzwerken und befördert diese Daten unabhängig von ihrer Priorität oder Rangfolge.

Nachteil bei der Daisy Chain ist die übermäßige Beherrschung des Netzes durch einige wenige Netzgeräte und Verzögerungen bei veränderter Nutzung im Netzwerk. Der Vorteil ist die leichte Verwirklichung der Daisy Chain. Es gibt viele Anwendungen, die mit ihr überzeugend funktionieren. Frühe LANs wurden so gebaut. Videowände funktionieren heute noch nach diesem Prinzip.

Moderne professionelle LANs enthalten USB-Geräte oder andere IP-basierte Geräte, die wie Token-Ringe funktionieren und die durchgeschliffen sind. Die Kette als solche funktioniert somit fort, wenn ein Gerät ausfällt. Die Bandbreite ist hoch genug, damit viele datenintensive Anwendungen gleichzeitig verlustfrei arbeiten können.

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