BHKW und das virtuelle Kraftwerk

BHKW und das virtuelle Kraftwerk

Ein BHKW ist eine Anlage, die der Wärme- und Energiegewinnung dient. Die Größen können stark variieren – von einem kompakten Micro-BHKW, das die Formate eines Kühlschranks aufweist, bis zu einem Makro-BHKW, wie es in Unternehmen zum Einsatz kommt. Da die bei der Erzeugung des elektrischen Stroms genutzte Wärme in ein nahelegendes Wärmenetz eingespeist werden kann, findet man das BHKW vorzugsweise direkt am Einsatzort. Ein überzeugender Anbieter dieses intelligenten und effizienten Stroms ist die LichtBlick SE.

 

Funktionsweise eines BHKW

Ein BHKW besteht aus einem Generator und einem Wärmetauscher. Der Generator wird vorwiegend mit fossilen und mit regenerativen Kohlenwasserstoffen betrieben. Palmöl, Biodiesel und Erdgas kommen hierbei am häufigsten zum Einsatz. Die bei dem Verbrennen der Ressourcen entstehende Abwärme wird vom Kühlkreislauf des BHKW aufgenommen und mittels eines Wärmetauschers in ein nahliegendes Wärmenetz eingespeist, das beispielsweise der Erwärmung eines Wohn- oder Bürogebäudes dienen kann.

 

Betriebsarten des BHKW

Bhkw - Blockheizkraftwerk

Das BHKW kann verschiedene Betreibermodelle durchlaufen (c) Florian Gerlach / pixelio.de

Das BHKW zählt zu den intelligenten und anpassungsfähigen Energiequellen. Abhängig vom Bedarf, kann es verschiedene Betriebsarten durchlaufen. Moderne Computer wie beispielsweise der Panel-PC können so das optimale Stromerzeugnis ermitteln.

Inselbetrieb

Der Inselbetrieb eines BHKW ist darauf ausgelegt, in Kombination mit anderen autarken Energiequellen, wie beispielsweise Solar- und Photovoltaikanlagen, Windrädern etc., unabhängig vom öffentlichen Stromnetz Energie zu erzeugen. Nutzen findet dieses BHKW oft in Gegenden, die keine Anbindung an das öffentliche Netz haben, wie beispielsweise Booten auf offener See oder Hütten an abgelegenen Orten. Bei einer Ansammlung von mehreren verschiedenen Einzelanlagen spricht man von einem virtuellen Netzwerk – also einer Zusammenschaltung dezentraler Energiequellen.

 

Stromgeführter Betrieb des BHKW

Ein stromgeführtes BHKW legt seinen Schwerpunkt auf die maximale Erzeugung von Strom. Dies kann durchaus nützlich sein, wenn die Deckung des Strombedarfs unbedingt gewährleistet werden muss. Die bei der maximalen Erzeugung von Energie entstehende Menge an Wärme kann wiederum in ein anliegendes Netz eingespeist werden – ist der Bedarf an Wärme jedoch nicht vorhanden, so geht die Wärme des BHKW ungenutzt verloren. Krankenhäuser haben in der Regel Notstromgeneratoren, die beim Ausfall des öffentlichen Netzes auf stromgeführten Betrieb schalten. Patientendaten werde oft mittels Pflegesoftware gespeichert – bei einem Stromausfall wäre ein Zugriff auf diese nicht mehr möglich.

 

Netzgeführter Betrieb des BHKW

Makro-BKHW Großes industrielles BHKW in Minden (c) meyertobi / pixelio.de

Ein netzgeführter Betrieb von BHKWs wirkt in der Gesamtheit wie ein virtuelles Netzwerk. Der Netzbetreiber kann je nach Strombedarf auf in das Stromnetz integrierte BHKWs zugreifen und sie ein- und abschalten. Solche Verbundnetze können unter anderem den Bedarf von Strom sichern, wenn beispielsweise ein Atom- oder Kohlekraftwerk ausfallen sollte, welches unter normalen Umständen den Strombedarf für ein großes Gebiet sichert.

 

Wärmegeführter Betrieb

Der wärmegeführte Betrieb ist die am häufigsten vorzufindende Betreibungsart. Hier richtet sich die Nutzung nach dem Wärmebedarf des anliegenden Netzes. Da der Wärmebedarf in aller Regel keinen großen Schwankungen unterliegt, kann das BHKW gleichmäßig betrieben werden und wird so weitestgehend vor frühzeitiger Abnutzung geschont.

 

Vorteile eines BHKW

  • Geringere Abhängigkeit, da Strom selbst produziert werden kann
  • Schonend für die Umwelt
  • Höhere Energieeffizienzklasse, da entstehende Wärme genutzt werden kann
  • Im Gegensatz zu regenerativen Stromquellen keine Abhängigkeit von Witterungsbedingungen
  • Nur kühlschrankgroßer Stauraum nötig (bei privatem Gebrauch)
  • Kostengünstiger

1 Kommentar

  1. Ralf
    Mai 29, 2015

    Der Trend zum Inselbetrieb wird kaum noch aufzuhalten sein. Immer mehr Unternehmen wollen unabhängig vom Stromnetz sein. Ein wichtiger Meilenstein ist dabei eine sehr gute enregieeffizienz, ein kostengünstiger Betrieb, Zuverlässigkeit und die Wartung. Die Wartung wird in den nächsten Jahren immer mehr an Dienstleistern auf den Markt spülen

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